Chefredakteur Erhard “Ziggy” H. Heldt zur Situation der Liga vor den Nachholspielen am Osterwochenede:

Stunden der Wahrheit für den 1. Suhler SV 06

Mit dem Anspruch in die Saison gestartet, bei der Vergabe der Aufstiegsplätze ein gewichtiges Wörtchen mitzureden, sah sich der 1. Suhler SV gegen Ende der Hinrunde einer gewissen Schwächeperiode ausgesetzt. Die Konstanz der Leistungen, die die Truppe so lange ausgezeichnet hatte, war plötzlich dahin. Erste Skeptiker zogen schon Parallelen zu den vorherigen Jahren, als man am Ende froh war, nicht abgestiegen zu sein (2007), bzw. der Zug in Richtung Thüringenliga ohne die Suhler abgefahren war (2008).

In den letzten beiden Spielen aber präsentierte sich im Haseltal(!) eine Mannschaft, die offensichtlich wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden hat. Gegen Siemerode gab es ein eindrucksvolles 5:0 und Thüringenliga-Absteiger Mühlhausen wurde gar mit 6:1 auf die Heimreise geschickt! Pikant dabei: Alle Tore erzielte der Suhler SV, da der Abwehr ein Eigentor unterlief.

Am Osterwochenende stehen für die Suhler Mannen nun aber die “Stunden der Wahrheit” an, geht es doch am Gründonnerstag zum Abstiegsaspiranten SG BW Schwallungen, bevor am Ostermontag der starke Aufsteiger SG Bischleben / Möbisburg seine Visitenkarte im Auenstadion abgibt. Die schwerere Aufgabe sehen die sogenannten “Fachleute” dabei in Schwallungen auf die Suhler warten. Zum Einen hat sich die Truppe schon immer gegen die Blau-Weißen schwer getan, zum Anderen stecken die Gastgeber mitten im Abstiegskampf und benötigen bei bereits 7 Punkten Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz dringend jeden Zähler. Der Neuling dagegen ist für die Gastgeber ein Buch mit sieben Siegeln. Es gab in der Vergangenheit im Suhler Stadion keine Vergleiche. Allerdings schlug sich der Aufsteiger in dieser Saison bereits äusserst wacker, wenngleich auch in den letzten Spielen ein wenig der Wurm drin zu sein schien. Die gesicherte Tabellensituation war für die Gäste Saisonziel, das damit schon erreicht wurde. Vielleicht kommt ja diese Ausgangsposition den Aufstiegsträumen der Suhler entgegen.

Auf alle Fälle dürfen sich (nicht nur) die Suhler Fans auf spannende Nachholspiele über Ostern freuen. Bleibt zu hoffen, dass auch der Wettergott mitspielt und das Auenstadion bespielbar bleibt.